25.07.2018 / Ausland / Seite 6

Politische Zeitbombe

Putin verteidigt »Rentenreform« in Russland. Staatsduma setzt eins drauf und erhöht Mehrwertsteuer auf 20 Prozent

Reinhard Lauterbach

In Russland hat sich Präsident Wladimir Putin erstmals persönlich zur Erhöhung des Renteneintrittsalters geäußert. Er wählte dazu einen Auftritt vor Freiwilligen, die bei der Organisation der Fußballweltmeisterschaft geholfen hatten, in Kaliningrad, also ein eher »rentenfernes« Publikum. Putin sagte, ihm persönlich gefalle keine der vorgeschlagenen Varianten, aber man müsse an die Zukunft des Pensionssystems denken. Werde nicht gehandelt, könne es in naher Zukunft »platzen«. Putin sagte, schon jetzt kämen in Russland auf fünf Rentner nur sechs Beitragszahler, und dieses Verhältnis werde sich weiter verschlechtern. Auf das Problem der verbreiteten Schwarzarbeit, aus der keine Pensionsbeiträge gezahlt werden, ging der Präsident ebensowenig ein wie auf die von Sozialverbänden beklagte Tatsache, dass auch Ältere es schwer haben, ihren Job zu behalten oder einen neuen zu finden. Statt dessen wies er darauf hin, dass noch keine endgültige Entscheidung gefallen ...

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