24.07.2018 / Thema / Seite 12

Das letzte Aufgebot

Vor 80 Jahren kämpfte die Spanische Republik in der Schlacht am Ebro verzweifelt um ihr Überleben. Und verlor

Werner Abel

Die Anspannung bei den Interbrigadisten war im Frühjahr 1938 besonders groß. In der Chronik des Etkar-­André-Bataillons ist zu lesen: »Schwarze Wolken hängen über dem republikanischen Spanien, dunkel und ungewiss scheint das Schicksal seines Heeres. Unter dem plötzlichen Anprall der riesigen Materialüberlegenheit der Faschisten zerreißen Fronten, zerbrechen Heereseinheiten, lösen Formationen sich in Atome auf. In der Mitte des Monats erreichen die Faschisten bei Vinaròs das Mittelmeer. Die Spanische Republik ist in zwei Teile zerrissen. Scheint nicht angesichts dieser furchtbaren Rückschläge jeder weitere Widerstand aussichtslos, die Hoffnung auf eine Umkehr Wahnwitz?

Auch das Bataillon Etkar André hat unter den Schlägen der Aragón-Front schwer gelitten. Was sich auf der nördlichen Seite des Ebro sammelt, sind schwache Reste. Der größte Teil seiner Mitkämpfer ist tot oder verwundet dem Gegner in die Hände gefallen. Die Übriggebliebenen sind körperlich am ...

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