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24.07.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Bezos Nimmersatt

Amazon greift etablierte Logistiker mit neuem Zustelldienst an. DHL, UPS und Co. sind alarmiert. Druck auf Beschäftigte wächst

Ralf Wurzbacher

In der Geschäftswelt läuft »Vernichtung« unter neuem Namen: »to be amazoned«. Wo Unternehmen, Konzerne oder gleich ganze Branchen ins Visier des weltweit führenden Internethändlers geraten, lösen sich gewachsene Besitzverhältnisse über Nacht in nichts auf. Für die Bedrängten bleiben in der Regel zwei Möglichkeiten: Entweder machen sie den Laden dicht oder sie verkaufen ihn. Als Amazon Ende Juni die Übernahme des Online-Arzneivertreibers Pillpack bekanntgab, stürzten die Börsenwerte der Konkurrenz ins Bodenlose. Auf einen Schlag um zwölf Milliarden Dollar (10,2 Milliarden Euro) gaben die Kurse der drei größten US-Apothekenketten nach. Das war so etwas wie der vorweggenommene Todesstoß. Der Technologiegigant aus dem Silicon Valley duldet keine Nebenbuhler auf einem Markt, der allein in den USA auf 400 Milliarden Euro jährlich taxiert wird.

Auch hierzulande verbreitet der nimmersatte Amazon-Boss Jeffrey Bezos Angst und Schrecken. Weil die Paketzusteller v...

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