23.07.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Durst in der Wüste

Deutsche Konzerne kommen in Saudi-Arabien nicht wie erhofft zum Zuge. Verhältnis zum Iran als Gretchenfrage

Jörg Kronauer

Es kann losgehen: Der staatseigene spanische Rüstungskonzern Navantia und das ebenfalls in Staatsbesitz befindliche Rüstungskonglomerat Saudi Arabian Military Industries (SAMI) haben, wie am Donnerstag bekannt wurde, eine abschließende Vereinbarung über den Bau von fünf Korvetten für die saudische Marine geschlossen. Dem Vorhaben, auf das sich beide Seiten grundsätzlich schon im April geeinigt hatten, steht nun nichts mehr im Weg: Bereits im Herbst soll die Produktion starten; das letzte Kriegsschiff soll 2022 ausgeliefert werden. Zwei Milliarden Euro kosten die Korvetten – ein höchst willkommener Auftrag für den spanischen Konzern, der im vergangenen Jahr Verluste von etwa 390 Millionen Euro verzeichnet hatte. Mit dem Auftrag aus Riad hofft sich Navantia nun fürs erste zu konsolidieren.

Nicht ohne Neid mögen Rüstungsmanager in der BRD von dem erfolgreichen Abschluss des Deals erfahren haben: Die zwei Milliarden hätten auch deutsche Kriegsschiffbauer sich...

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