21.07.2018 / Inland / Seite 8

»Wir können im Protest viel voneinander lernen«

Jubiläum im Ländle: Seit acht Jahren wird gegen »Stuttgart 21« demonstriert. Ein Gespräch mit Christoph Houtman

Gitta Düperthal

Während die Mahnwache gegen das Bahnhofsprojekt »Stuttgart 21« am Dienstag ihr achtjähriges Protestjubiläum beging, feierten die Bauherren den Durchschlag des Tunnels zum Tiefbahnhof. 70 Prozent seien fertiggestellt, hieß es. Das trübt Ihre Stimmung nicht?

Wir haben gefeiert, dass die von uns rund um die Uhr besetzte Mahnwache nun so lange Zeit vor dem Stuttgarter Bahnhof als ständige politische Versammlung angemeldet ist. Wir informieren seit Sommer 2010, als der Abriss des Nordflügels des Bahnhofs drohte, über Alternativen zu diesem Skandalprojekt der Bahn AG.

Wenn die Bauherren den unsinnigen Tunneldurchschlag feiern, muss man sagen: Dieser Teil des Neubaus der Strecke hat mit dem Tiefbahnhof selber nichts zu tun. Die Bahn AG verhält sich wie ein Kind, das auf seinem Teller nur das isst, was ihm schmeckt. Sie haben in dem Bereich zu bohren begonnen, in dem es kein Anhydritgestein im Untergrund gibt. In den Böden der Innenstadt, wo es dagegen vorkommt, ...

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