20.07.2018 / Inland / Seite 5

Alte Seilschaften

Reaktorsicherheitskommission hält belgische AKW für sicher. Gutachter offensichtlich befangen

Juliane Dickel

Zahlreiche Risse in den Reaktordruckbehältern der belgischen Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3 verunsichern seit langem benachbarte Gemeinden, auch in der Bundesrepublik. Daher beauftragte das Bundesumweltministerium die Reaktorsicherheitskommission (RSK) mit einer Sicherheitsprüfung. Deren Bewertung stützt sich auf Informationen der belgischen Atomaufsicht FANC und des Betreibers. Eigene Untersuchungen gab es nicht. Die RSK hält die Ausführungen der belgischen Seite für »plausibel«, dass die nachgewiesenen Risse bei der Herstellung entstanden seien. Ein betriebsbedingtes Risswachstum sei nicht erkennbar.

Ein Ministeriumssprecher resümierte das RSK-Gutachten: »Wir können heute einschätzen, dass die Risse die Sicherheit dieser Meiler nicht beeinträchtigen. Das ist für uns eine entscheidende Erkenntnis.« Diese Einschätzung stößt bei Anti-AKW-Initiativen und Politikern auf heftige und prinzipielle Kritik. Seit ihrer Gründung steht die RSK wegen ihrer engen...

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