20.07.2018 / Inland / Seite 4

Pharmalobbyisten im Amt

Firma brachte offenbar gestohlene und wirkungslose Krebsmedikamente in Umlauf. Staatsanwalt ermittelt, Behörden und Politik schauten lange weg

Susan Bonath

Kriminelle Pharmaunternehmer schmuggeln mutmaßlich aus einer griechischen Krankenhausapotheke gestohlene Krebsmedikamente nach Deutschland. Durch falschen Transport werden diese unbrauchbar. Eine Brandenburger Firma vertreibt sie. Zwar ermittelt die Staatsanwaltschaft und auch die Landesbehörden wissen Bescheid. Doch niemand unternimmt etwas – anderthalb Jahre lang. Erst ein Bericht des ARD-Magazins »Kontraste« aus der vorherigen Woche hat die Politik nun offenbar aufgeschreckt.

Es habe Versäumnisse gegeben, räumte Brandenburgs Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Diana Golze (Die Linke), am Mittwoch ein. Obwohl ihr das Gesundheitsamt untersteht, habe es sie nicht informiert, beteuerte sie gegenüber dem Rundfunk Berlin-Brandenburg. Die verdächtigen Medikamente – 700 verschiedene seien auf einer Liste erfasst – habe man am Montag zurückgerufen. Es solle zudem geprüft werden, der Firma die Erlaubnis zu entziehen, sagte Golze.

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