19.07.2018 / Inland / Seite 5

Keine Zeit mehr

Großer Einsatz, kleiner Lohn: Eine Fachtagung in Stuttgart hat die Misere in der Pflege beleuchtet

Tilman Baur

Hohe Arbeitsbelastung, Personalmangel, miese Bezahlung und kleine Renten – die Pflege ist in der Krise. In Stuttgart hat am Dienstag die Fachtagung »Arm durch Pflege?« stattgefunden, um die Missstände beim Namen zu nennen. Eingeladen hatte das Bündnis gegen Altersarmut.

Vor allem in der Altenpflege geht es den Fachkräften im wohlhabenden Baden-Württemberg schlecht. Denn während sich Krankenpflegern immerhin Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten böten, hätten Altenpfleger diese nicht, sagte Irene Gölz, Landesfachbereichsleiterin für Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen bei Verdi.

Trotzdem: Im Südwesten seien die Löhne vergleichsweise hoch. Während das durchschnittliche Jahresbrutto einer Pflegefachkraft in Deutschland nach 15 Jahren zwischen 23.700 und 32.600 Euro liegt, verdiene sie in Baden-Württemberg bis zu 40.600 Euro. Wer 40 Jahre schuftet, kommt im Schnitt auf 1.084 Euro Rente, nach 30 Jahren sind es 813 Euro. Das eigentliche Problem sei aber...

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