19.07.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 2

»Abkommen stärkt einseitig Konzernmacht«

EU und Japan wollen Freihandel forcieren. Kritik an mangelnder Transparenz und fehlender demokratischer Kontrolle. Gespräch mit Roland Süß

Jan Greve

Am Dienstag feierten nicht nur europäische und japanische Vertreter das neu abgeschlossene Freihandelsabkommen JEFTA (Japan–EU Free Trade Agreement; jW), auch in vielen Medien wurde frohlockt, dies sei ein wichtiges Zeichen in Zeiten eines auf Protektionismus setzenden US-Präsidenten Donald Trump. Es ist nicht lange her, da waren kritische Töne etwa gegenüber dem TTIP-Abkommen noch relativ weit verbreitet. Hat sich der Wind gedreht und Freihandel gilt plötzlich als progressiv?

Wir haben momentan eine Situation, in der alles, was sich gegen die Politik Trumps richtet, kaum mehr hinterfragt wird. Es fehlt ein kritischer Blick, statt dessen werden Abkommen wie JEFTA im Eiltempo durchgewunken. Allerdings: Trump will mit Hilfe von Strafzöllen andere Staaten dazu zwingen, ihre Märkte zu öffnen. Er steht letztlich genauso für Freihandel, nur eben im Interesse US-amerikanischer Konzerne. In der öffentlichen Diskussion wird so getan, als gehe es bei dem Abkommen z...

Artikel-Länge: 4244 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe