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17.07.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Verfahren gegen VW können beginnen

Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Akten im Dieselskandal schneller gescannt als gedacht

Im Skandal um manipulierte Abgaswerte bei VW erhalten die Anwälte der beschuldigten Manager nach langer Vorbereitung bald Akteneinsicht. Voraussichtlich noch in dieser Woche sollten sie die Hauptdokumente einsehen können, sagte der Braunschweiger Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe am Montag zu dpa. Ursprünglich war dieser Schritt frühestens für Anfang August erwartet worden. Zu den Beschuldigten zählt auch Ex-VW-Konzernchef Martin Winterkorn.

Ziehe erklärte, es sei schneller als gedacht gelungen, die Akten einzuscannen – Ziel sei, das Verfahren zügig voranzubringen. Die Beschuldigten könnten die Vorwürfe gegebenenfalls prüfen und Stellung nehmen, bevor die Staatsanwaltschaft über eine mögliche Anklage abschließend entscheide. Ob die Ermittler noch in diesem Jahr soweit kommen, ist aber unklar. »Wenn man sich die Ermittlungen, die im Dieselverfahren Vorgänge bei VW aus etwa zwölf Jahren aufklären sollen, als Marathonlauf vorstellt, beginnt damit quasi die Runde ...

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