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07.12.2002 / Ansichten / Seite 3

Waffenstillstand der Paramilitärs: Annäherungen in Kolumbien?

jW sprach mit Adela Torres von der internationalen Front der kolumbianischen Guerillagruppe ELN (Nationale Befreiungsarmee)

Dario Azzellini

F: Seit Ende November ist von »Annäherungen« zwischen der kolumbianischen Regierung und der ELN die Rede. Um was handelt es sich konkret?

Man könnte sagen, es sind Annäherungen zur Sondierung. Wir sehen es als sehr schwer an, mit der Regierung Uribes in Verhandlungen zu treten oder Gespräche zu beginnen. Dies Angesichts der Bedingungen, die er selbst gestellt hat, nämlich einen einseitigen Waffenstillstand seitens der aufständischen Organisationen.

Zugleich sind alle Maßnahmen, die er als Präsident ergriffen hat, vor allem auf zwei Ziele ausgerichtet. Einerseits die Vertiefung der neoliberalen Maßnahmen, was die kolumbianische Gesellschaft, vor allem die unteren Schichten, schwer trifft und andererseits die Intensivierung des Krieges. Es handelt sich im wesentlichen um ein kriegerisches Regime. Er hat sehr enge Beziehungen zu den USA. Es gibt keinerlei Maßnahmen, die den sozialen Bewegungen entgegen kommen, und es ist keinerlei politischer Willen z...



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