14.07.2018 / Feuilleton / Seite 10

»Bumm, Bumm, Bumm«

Besser Leben mit Donald Duck

Das Selberschuldseinsollen am Gefühl jeglichen Unbehagens gehört zum Basisbildungsauftrag im Spät- und Spätestkapitalismus. Immerzu soll man besser leben und sich optimieren und zwar erst recht, wenn man gesellschaftlich Probleme bekommt. Die Internalisierung der sozialen Widersprüche kommt gleich nach der Sakralisierung des Eigentums.

Das schafft nicht jeder. Donald Duck rastet regelmäßig aus. Weil er so arm ist und weil sein reicher Onkel Dagobert deshalb denkt, alles mit ihm machen zu können. Kann er aber nicht, denn Donald Duck entwickelt regelmäßig Allmachtsphantasien, die ihn aber nicht – wie noch von Horkheimer und Adorno eingeschätzt – zum exemplarisch scheiternden Deppen machen, sondern zum potentiellen Sozialrevolutionär des Alltagslebens. Herr-und-Knecht-Dialektiker aufgepasst: Dieser Typ ist sehr nervös!

Wenn nun der E...

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