16.07.2018 / Ausland / Seite 6

USA gegen Rest der Welt

UN-Vollversammlung verabschiedet Migrationspakt – nur Washington sagt nein. Kinder illegal festgehalten

Jürgen Heiser

Am vergangenen Freitag haben sich in der UN-Vollversammlung in New York 192 von 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen auf einen weltweiten Migrationspakt geeinigt, der Anfang Dezember auf einer Konferenz in Marokko offiziell verabschiedet werden soll. Dass ausgerechnet die USA allein den »Global Compact for Migration« boykottieren, wundert angesichts der feindlichen Haltung der Trump-Regierung gegenüber Einwanderern nicht. Der in New York verabschiedete Entwurf sei »mit der Politik unserer Regierung nicht vereinbar«, hatte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nimrata »Nikki« Haley, erklärt. Der Hintergrund der Weigerung Washingtons: Der am Ende rechtlich nicht bindende Pakt soll auch Grundsätze für den Umgang mit der sogenannten illegalen Migration festlegen.

In den USA müssen derzeit noch mindestens 3.000 Kinder und Jugendliche in landesweit verstreuten Zelt- und Behelfslagern ausharren. Sie waren in den letzten Monaten von der US-Grenzp...

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