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16.07.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Gipfel ohne Berg

Es gibt nicht viel, worauf sich die Staatschefs Russlands und der USA einigen könnten

Reinhard Lauterbach

Der Mythos des Gipfeltreffens lebt davon, dass zwei oder mehr beteiligte Seiten eine Frage zur »Chefsache« machen und die Chefs einen gordischen Knoten kraft ihrer Kompetenz zur letztinstanzlichen Entscheidung durchschlagen. Schon diese Voraussetzung ist bei Russland und den USA nicht in gleichem Maße gegeben. Donald Trump macht manchmal den Eindruck, als kämpfe er mit einem Arm gegen den eigenen Apparat, und Moskau muss immer einkalkulieren, dass jedes Zugeständnis, das der US-Präsident etwa machen könnte, auf der Arbeitsebene sabotiert und bei nächster Gelegenheit desavouiert würde. Das bedeutet, dass jedes etwaige Zugeständnis der russischen Seite von den USA nicht auf Dauer honoriert werden würde. Worauf soll man sich da einlassen?

Trump hat erklärt, er wolle mit Putin vier Hauptthemen besprechen: die Ukraine, Syrien, die Rüstungskontrolle und die angebliche russische Einmischung in den US-Wahlkampf. Beim Thema Rüstungskontrolle ist Russlands Position...

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