16.07.2018 / Inland / Seite 2

»Es gibt ein Rätesystem für Frauen«

Syrien: Aus Afrin vertriebene Kurden bauen in Flüchtlingscamps Selbstverwaltung auf. Ein Gespräch mit Silvia Hauffe

Gitta Düperthal

Sie waren Anfang Mai mit einer Frauendelegation in Schahba in Nordsyrien. Dort leben Hunderttausende, die Mitte März vor türkischen Luftangriffen und den Dschihadisten aus Afrin fliehen mussten. Wie ist die Lage dort aktuell?

Immer mehr Geflüchtete lassen die drei großen Camps unter kurdischer Selbstverwaltung dort anwachsen. Auch in den umliegenden Dörfern wohnen Menschen in verfallenen, zerbombten Häusern. Alle leiden darunter, dass Recep Tayyip Erdogan seinen Vernichtungskampf weiterführt und erneut ankündigt, auch die Region um Schahba von Kurden »säubern« zu wollen. Der türkische Staatspräsident plant, dort Geflüchtete aus der Türkei und Islamisten anzusiedeln. Er verbreitet Lügen: Die Türkei sei angeblich von Afrin aus angegriffen worden; die kurdischen Selbstverteidigungskräfte YPG seien Terroristen.

Welche Perspektive sieht der dortige Frauendachverband Kongreya Star für die Vertriebenen?

Diese Kräfte der Selbstverwaltung aus den Frauenstru...

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