21.07.2018 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Aufgabe der Unterdrückten ist es, dieses System zu beseitigen«

Gespräch mit Dhoruba bin Wahad. Über Rassismus und Widerstand in den USA und Europa, die Präsidentschaft Obamas sowie Perspektiven sozialer Bewegungen heute

Simon Loidl

Haben Sie angesichts der heutigen Zustände in den USA – nicht zuletzt etwa der Polizeigewalt gegen Schwarze – das Gefühl, mit Ihrem Kampf in den 1960er und 1970er Jahren nichts erreicht zu haben?

Manchmal ist es in der Tat sehr deprimierend. Aber ich denke, man muss einen Schritt zurück machen und sich das ganze Bild ansehen. Als die Black Panther Party aktiv war – zwischen 1966 und den späten 1970er Jahren –, tobte gerade der Vietnamkrieg. Es gab ein weit verbreitetes Bewusstsein unter den jungen Menschen für die Zusammenhänge und die Rolle der USA in diesem Krieg. Es ging natürlich nicht darum, Demokratie oder Freiheit nach Südostasien zu bringen, sondern um US-Interessen und den Kampf gegen das, was von der Regierung als »kommunistische Expansion« bezeichnet wurde. Es handelte sich um eine zentrale Phase in der US-Geschichte, einige Jahre nach dem Ende der Präsidentschaft von Dwight D. Eisenhower, der die Öffentlichkeit und den militärisch-industrielle...

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