14.07.2018 / Feuilleton / Seite 10

Der beste Zuschauer

Hommage zum 100. Geburtstag: Margarethe von Trotta huldigt in »Auf der Suche nach Ingmar Bergman« dem schwedischen Ausnahmeregisseur

Gebhard Hölzl

Ein Fels am Strand. Er sieht aus wie ein mächtiger, urzeitlich versteinerter Baum. Eine Frage der Phantasie. An ihm lehnt Margarethe von Trotta, hinter ihr sieht man das Meer. Das ist das Plakat zu ihrem neuen Film »Auf der Suche nach Ingmar Bergman«. Ingmar Bergman starb 2007, geboren wurde er am 14. Juli 1918.

Zu Beginn ihrer Dokumentation sitzt Trotta am Wasser, wohl genau an jenem Küstenabschnitt, an dem ihr berühmter Kollege die unvergessliche Anfangs­sequenz zu »Das siebente Siegel« (1957) gedreht hat: Ritter Antonius Block (Max von Sydow) ist von einem Kreuzzug heimgekehrt. Bei Sonnenaufgang erscheint ihm der Tod, der ihm mitteilt, dass seine Zeit zu sterben gekommen sei. Block schlägt ihm daraufhin eine Partie Schach vor, die über sein Schicksal entscheiden soll. Solange ihr Ausgang nicht feststeht, bleibt ihm Zeit, den Sinn des Daseins zu ergründen und einen Beweis für die Existenz Gottes zu finden ...

In aller Ausführlichkeit analysiert Trotta d...

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