14.07.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Mays Rätsel

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Die britische Premierministerin Theresa May hatte seit ihrem Amtsantritt eine dermaßen schlechte Presse, nicht nur von links, sondern auch von rechts, dass man geneigt war zu schlussfolgern, ihr Überleben verdanke sie besonderer politischer Raffinesse. Sie und die übrige königliche Regierung haben jetzt, zwei Jahre nach der »Brexit«-Entscheidung der Wähler, einen Plan für den Austritt aus der EU vorgelegt. Der besteht aus einer klugen Selbstverständlichkeit und einem Schockelement, das einen nicht nur an Frau Mays Verstand sondern auch am eigenen Weltbild zweifeln lässt.

Zunächst zur klugen Selbstverständlichkeit: May und ihre stockkonservativen Minister sagen, sie wollen das Königreich im gemeinsamen Markt der EU lassen. Im jetzt veröffentlichten »White Paper« der Regierung heißt es, die »Just in time«-Produktion der Konzerne solle nicht durch lästige Grenzkontrollen aufgehalten werden. Es soll keine Zölle oder Kontingente zwischen dem Königreich und den...

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