14.07.2018 / Inland / Seite 5

Anhaltende Flaute

Gewerkschaft warnt vor weiterer Stellenvernichtung im Windkraftanlagenbau. Unternehmen bricht Teil des Binnenmarktes weg

Wolfgang Pomrehn

Lange Zeit galt die Windenergieindustrie als »Beschäftigungsmotor«. In der Branche wurden Stellen geschaffen. Mittlerweile hat sich der Wind aber gedreht. Die Lohnabhängigen im Windkraftanlagenbau haben ein Problem. Die IG Metall rechnet nach einer Betriebsrätebefragung damit, dass (weitere) Arbeitsplätze in der Branche verlorengehen. Noch sei die Auslastung der Hersteller von Windkraftanlagen mit 86 Prozent gut, aber in den meisten Betrieben herrsche schlechte Stimmung. 65 Prozent der befragten Interessenvertreter erwarten demnach eine »negative Marktentwicklung«. Nur im Bereich Service und Wartung sei davon nichts zu spüren. Bestehende Anlagen müssen schließlich überwacht und in Stand gehalten werden, ein krisensicherer Job.

In der Fertigung macht sich hingegen der starke Kostendruck bemerkbar, der durch die neu eingeführten Ausschreibungen entsteht. Hierbei bekommen jene Projekte den Zuschlag, die den Strom zu den niedrigsten Preisen anbieten. Das führ...

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