14.07.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Mit Terror gegen Terror

Nigerias Führung feiert Sieg über Islamisten, doch deren Milizen sind weiterhin aktiv. Dem Präsidenten und den Militärs nützt der Krieg trotzdem, die Zivilbevölkerung leidet

Christian Selz, Kapstadt

Als Nigerias Präsident Muhammadu Buhari am Freitag vergangener Woche mit einer Festrede die insgesamt einwöchigen Feierlichkeiten zum »Tag der Nigerianischen Armee« abschloss, rühmte er die Truppen einmal mehr für »ihre Rolle beim Sieg über die Aufständischen von Boko Haram«. Diesen Erfolg hat Buhari schon mehrmals verkündet, der Realität entspricht das allerdings nicht. Doch Nigerias Führung setzt auf Symbolik und will vor den Wahlen im kommenden Jahr Stärke demonstrieren.

Entsprechend wurde auch der Ort des Militärfests gewählt: Monguno, eine mittelgroße Bezirkshauptstadt im Bundesstaat Borno, war im Januar 2015 von der Miliz überrannt worden, Amnesty International hatte der Armee seinerzeit vorgeworfen, die Zivilbevölkerung trotz Warnungen im Stich gelassen zu haben. Erst drei Wochen später vertrieb das Militär die Aufständischen mit Angriffen von Luftwaffe und Bodentruppen. Diesen Erfolg würdigte nun auch Buhari noch einmal. Auf die Kritik an seiner A...

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