13.07.2018 / Feuilleton / Seite 10

Persönlichkeit Nr. 31 und Co.

Eike Stedefeldt

Genau besehen ist die Angelegenheit, wiewohl journalistisch unbefriedigend, in sich stimmig. Wie der bildende Künstler hinter sein Werk, so tritt, hehre Ideale unterstellt, der Mäzen hinter diesen zurück. Desgleichen in der angewandten, hier der Baukunst: Adressat zeitgenössischer Kritik, aber auch des Nachruhms, ist der Architekt, nicht der Bauherr.

Darum urteilt im vorliegenden Falle die Landesdenkmalliste: »Mit seinen weitgespannten Fassadenabwicklungen dominiert das Lagerhaus Süd-Ost in der Pfuelstraße 5 nicht nur das Straßenbild der Pfuelstraße, sondern auch die westliche Spreeuferkante zwischen Oberbaum- und Schillingbrücke. Das weitläufige, um drei Höfe gebaute Lagerhaus entstand 1905–07 nach Plänen des Baumeisters Kurt Berndt«, der etliche Zeichen klassischer Moderne in Kreuzberg setzte. Wem zum Auftraggeber die Angabe zu spärlich ist, der einst unter »Cöpenickerstrasse 6a u. 7« verortete Komplex sei »für die Samenhandlung Julius & Paul Wissin...

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