12.07.2018 / Feuilleton / Seite 10

Männerschweiß und Inkagold

Von Uerdingen über Dültgenstal nach Machu Picchu – Sabrina Janesch erzählt, wie es geht

André Dahlmeyer

Fakten lassen sich immer noch zu Fiktion umrubeln. Das beweist der über fünfhundert Seiten dicke Roman »Die goldene Stadt« der 1985 im schönen Gifhorn geborenen Autorin Sabrina Janesch. »Diamonds are the girl’s best friends« hat vor Äonen eine junge Dame singend bekannt, bei Janesch geht es nicht um schnöden Klunker, sondern um das legendenumwobene Inkagold, das angeblich im peruanischen Urwald in der Bergfestung Machu Picchu gebunkert war. Vor einer Dekade meldeten peruanische Archäologen, dass diese nicht 1911 von dem US-Amerikaner Hiram Bingham III. entdeckt worden sei, wie bis dahin angenommen, sondern vierzig Jahre zuvor von dem deutschen »Geschäftsmann« Rudolph August Berns. Janesch versucht, hiervon ausgehend, dessen Lebensgeschichte zu rekonstruieren und nimmt uns mit auf die Reise, die Suche nach El Dorado.

Die Geschichte beginnt im niederrheinischen Uerdingen – »die besten Straßen unserer Stadt / die führten aus ihr hinaus«, ließe sich mit Udo L...

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