12.07.2018 / Ausland / Seite 6

Aufregung um Muttermilch

US-Lobbyisten wollten WHO-Resolution zur Säuglingsernährung verhindern

Volker Hermsdorf

Washington ist mit dem Versuch gescheitert, eine Resolution der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu verhindern, in der zum Stillen von Säuglingen aufgerufen wird. Wie die New York Times (NYT) am vergangenen Wochenende berichtete, hatte die US-Delegation unter Leitung von Gesundheitsminister und Pharmaunternehmer Alex Azar bereits im Mai bei der WHO-Sitzung in Genf mehrere Länder unter Druck gesetzt, der Resolution nicht zuzustimmen. Das Vorgehen Azars war offenkundig von den Interessen der Babynahrungsindustrie diktiert worden, denn als Alternative zur Muttermilch angebotene Produkte sind ein Multimilliardengeschäft. Laut NYT-Autor Andrew Jacobs peilt die von einer Handvoll US-amerikanischer und europäischer Unternehmen dominierte 70-Milliarden-Dollar-Branche trotz eines Umsatzrückgangs in den wohlhabenden Industrieländern für 2018 eine Steigerung von vier Prozent an. Die Kompensation der Verluste und zusätzliche Gewinne sollten durch Zuwächse in Entwick...

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