12.07.2018 / Ausland / Seite 6

Angriff auf den Urlaub

Arbeitszeit verlängern, Ruhezeiten verkürzen: Österreichs Unternehmer wünschen Angleichung an EU-Richtlinien

Simon Loidl, Wien

Österreichs Unternehmervertreter nutzen die Gunst der regierenden Rechtskoalition ausgiebig. Erst in der vergangenen Woche weiteten die Regierungsparteien ÖVP (Österreichische Volkspartei) und FPÖ (Freiheitliche Partei Österreichs) mit den Stimmen der Oppositionspartei Neos die gesetzlich erlaubte Höchstarbeitszeit auf zwölf Stunden täglich aus. Vor einigen Tagen nun wurde die Existenz einer Wunschliste von Wirtschaftskammer (WKÖ) und Industriellenvereinigung (IV) bekannt, über die zuerst das Nachrichtenmagazin Profil berichtete. In dieser Aufstellung führen die Unternehmervertreter Bereiche an, in denen sie »Goldplating« vermuten. Damit ist eine Übererfüllung von EU-Vorgaben gemeint. Es geht um Sozial- und Umweltstandards, Meldepflichten oder Konsumentenschutz. Die Liste umfasst insgesamt 489 Punkte, bei denen die Lobbyorganisationen zu hohe Standards zum Nachteil der »Wirtschaft« orten.

Für mediale Aufregung sorgte insbesondere der Punkt zur Urlaubsrege...

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