10.07.2018 / Ausland / Seite 6

Londons Nowitschok-Problem

Frau stirbt in Südengland an Nervengift. Herkunft des Stoffes nach wie vor nicht geklärt

Christian Bunke, Manchester

Am Montag wurde in britischen Tageszeitungen, unter anderem der Times, der Tod einer Britin vermeldet. Sie und ihr Lebensgefährte wurden am 30. Juni von Polizisten in der südenglischen Kleinstadt Amesbury mit schweren Vergiftungserscheinungen aufgefunden. Ging man ursprünglich von einer Überdosis Heroin aus, wird nun eine Vergiftung durch ein der Nowi­tschok-Gruppe zugehöriges Nervengift vermutet.

Pikant daran ist, dass Amesbury nur zehn Meilen von Salisbury entfernt ist. Dort wurden am 4. März Sergej Skripal und seine Tochter Julia ebenfalls mit Vergiftungen aufgefunden. Sergej Skripal ist ein ehemaliger russischer Agent, der zum britischen Auslandsgeheimdienst MI 6 übergelaufen war. Beide haben die Vergiftung überlebt und befinden sich derzeit in Obhut britischer Behörden an einem unbekannten Ort.

Schon im März wurde in den Medien und seitens der Behörden Russland als einziger möglicher Schuldiger für den mutmaßlichen Anschlag ausgemacht. Diese Vorwürfe...

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