09.07.2018 / Ausland / Seite 8

»EU will zur Abschreckung Menschen ertrinken lassen«

Aufklärungsflugzeug der Seenotretter von Sea-Watch e. V. wurde festgesetzt. Ein Gespräch mit Ruben Neugebauer

Gitta Düperthal

Das Flugzeug »Moonbird«, das zur Ortung von Flüchtlingen in Seenot eingesetzt und dessen Betrieb unter anderem von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unterstützt wird, ist vergangenen Mittwoch auf Malta festgesetzt worden. Wie geht es jetzt weiter?

Die maltesischen Behörden untersagen uns seither alle weiteren Flüge in das Suchgebiet im Mittelmeer vor der libyschen Küste. Die Moonbird kann sinkende Boote deshalb nicht orten und ihre Position weitergeben. Offenbar geht es darum, die zivile Seenotrettung komplett zu verhindern.

Wie wurde Ihnen das Verbot übermittelt?

Wir hatten am 4. Juli bei den maltesischen Behörden nachgefragt, was los ist, weil wir bereits einige Tage lang keine Starterlaubnis erhalten hatten. Daraufhin hieß es, jede Art von Such- und Rettungsoperationen werde nicht mehr zugelassen. Sie haben uns weder Gründe für ihr Vorgehen mitgeteilt, noch, auf welcher Rechtsgrundlage das passiert.

Zuvor hatte die Zusammenarbeit d...

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