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09.07.2018 / Ausland / Seite 7

Gestürzt über Kokain

Drogenfund versetzt Algerien in Aufregung

Sofian Philip Naceur

Korruptionsvorwürfe gegen hochrangige Politiker, Beamte oder Geschäftsleute sorgen in Algerien regelmäßig für Schlagzeilen. Doch die aktuelle »Kokainaffäre« und damit in Verbindung stehende Entlassungen im Sicherheitsapparat könnten das Land noch Monate oder gar Jahre in Atem zu halten und Algeriens undurchsichtiges Machtgefüge nachhaltig aufmischen.

Erst in der vergangenen Woche mussten der Sicherheitschef der Provinz Algier, Noureddine Berrachedi, und der Leiter der einflussreichen und vom Militär kontrollierten Gendarmerie, Generalmajor Menad Nuba, überraschend abtreten. Schon eine Woche zuvor war der Generaldirektor der Landespolizeibehörde DGSN, Abdelghani Hamel, entlassen und durch den bisherigen Chef des Zivilschutzes, Mustafa El-Habiri, ersetzt worden.

Gründe dafür wurden seitens offizieller Stellen nicht genannt. Doch insbesondere Hamels Demission wurde von der algerischen Presse zügig mit dem spektakulären Fund von 701 Kilogramm Kokain im Hafen ...

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