09.07.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Womit die Angeklagten rechnen müssen

Verfahren gegen »Nationalsozialistischen Untergrund«: Vorwürfe, Aussageverhalten und Strafmaßforderungen

Am 11. Juli, dem 438. Verhandlungstag, soll im Münchner NSU-Prozess nach gut fünf Jahren das Urteil verkündet werden. 488 Seiten umfasste die Anklageschrift gegen Beate Zschäpe, Ralf Wohlleben, André Eminger, Holger Gerlach und Carsten S. – die vier Männer wertete die Bundesanwaltschaft nicht als Mitglieder der terroristischen Vereinigung »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU), sondern nur als Helfer. Der NSU sei ein Trio gewesen und habe zum Zeitpunkt seines Bekanntwerdens 2011 schon nicht mehr existiert, da Zschäpe die einzige Überlebende sei. So hieß es von offizieller Seite nach dem Tod der Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, mit denen Zschäpe 1998 nach gemeinsamer Radikalisierung in Jena untergetaucht war.

Im Herbst 2000 hatte die bundesweite Mordserie an neun Kleinunternehmern türkischer, kurdischer und griechischer Herkunft begonnen. Als Tatwaffe wurde die später im Brandschutt der Zwickauer Wohnung von Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt gefund...

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