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07.07.2018 / Inland / Seite 2

»Vereinen vor Ort fehlt oft Unterstützung«

AfD macht Stimmung gegen linke Initiativen. Das stärkt den Rechtsruck in der Praxis. Gespräch mit Michael Nattke

Jan Greve

Das »Kulturbüro Sachsen« berät Vereine und lokale Initiativen in Fragen des Umgangs mit extrem Rechten. 2014 zog die AfD in den sächsischen Landtag ein, bei der Bundestagswahl 2017 war sie stärkste Partei im Freistaat – ein Ausdruck dessen, was allgemein Rechtsruck genannt wird. Spüren Sie eine Veränderung in Ihrer Arbeit?

Wir machen unsere Arbeit seit 2001. Es gab immer wieder die Situation, dass Initiativen und Vereine, die sich in Kleinstädten oder ländlichen Strukturen engagieren, unter Druck geraten sind. Entweder weil rechtskonservative Ausleger von CDU-Ortsgruppen oder damals noch die NPD Verleumdungskampagnen gestartet haben, mit dem Vorwurf des »Linksextremismus«. Es ist ein sehr beliebtes Argument, einem sich gegen rechts engagierenden Verein dieses Etikett zu verleihen. Das sehen wir völlig anders, der Extremismusvorwurf ist hochproblematisch.

Seit zwei Jahren nehmen wir immer mehr wahr, dass es die AfD ist, die vor Ort Stimmung gegen entsprech...

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