04.12.2002 / Feuilleton / Seite 13

Kunst wurde heiter

Alfred Hilsberg oder wie es wirklich war – mit Punk in Deutschland (1)

Christof Meueler

Manchmal ist das Leben klüger als die Dummheit. Einer der matschigsten Ohrwürmer der Neuen Deutschen Welle ist »Taxi« von der Gruppe Jawoll. Zu simpel beschleunigtem Reggae erklingt dort dieser Dialog: –(Frauenstimme) Hallo Taxi, – (Männerstimme) Hallo, – Sind noch frei?, – Na klar, – Ich möcht' nach Hause es ist schon halb drei, – Darf ich rauchen? – Aber bitte, – Oh Gott ist mir heiß. Ich war in der Disco, hab' sehr viel getanzt, die Schuhe sind ausgefranst, – Ich fahr Taxi, Tag und Nacht.« Alfred Hilsberg und Klaus Maeck haben sich Ende 1978 in Hamburg im Taxi kennengelernt, Maeck ist gefahren, Hilsberg zugestiegen – zusammen mit der Betreiberin des damaligen Sponti-Buchladens »Die Hälfte des Himmels«. Geht es im Jawoll-Lied um die Anbahnung eines One-Night-Stands, ging es bei dieser Fahrt um sehr viel mehr: um Punk. Darüber unterhielt sich Hilsberg mit seiner Begleiterin und Maeck hörte zu. Als Hilsberg ausstieg, steckte er ihm sein Fanzine Cooly Lull...

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