04.07.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Euphorie und Skepsis

Lateinamerikas Linke begeistert über Regierungswechsel in Mexiko. Im eigenen Land überzeugt Wahlsieger López Obrador weniger

André Scheer

Unter Lateinamerikas Linken herrscht Euphorie. Der Sieg von Andrés Manuel López Obrador alias »AMLO« bei der Präsidentschaftswahl in Mexiko am vergangenen Sonntag sei der »Beginn der Befreiung unserer Völker«, erklärte Boliviens Staatschef Evo Morales. Es habe sich gezeigt, »dass die neoliberalen Wirtschaftsmodelle der Rechten in Lateinamerika nicht mehr funktionieren«. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro äußerte den Wunsch, mit der neuen mexikanischen Regierung Beziehungen aufbauen zu können, »die sich auf umfassende Zusammenarbeit, die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten und den Respekt für die Selbstbestimmung unserer Völker« stützen. Kubas Staatsoberhaupt Miguel Díaz-Canel gratulierte López Obrador zu dessen »historischem Sieg«.

Mit einem begeisterten »¡Viva México!« meldete sich aus Havanna das lateinamerikanische »Netzwerk von Intellektuellen und Künstlern zur Verteidigung der Menschheit« zu Wort. Der »Aufstieg einer Volksregierung im He...

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