03.07.2018 / Ausland / Seite 8

»Wir wollen nicht noch mehr tote Frauen«

In Venezuela steht die Diskussion über eine Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen erst am Anfang. Gespräch mit Yuruani Sánchez

Ainarú Añez, Caracas

In verschiedenen südamerikanischen Ländern gibt es eine Debatte über die Lockerung von Abtreibungsverboten, etwa in Chile oder in Argentinien. Sie sind zuletzt in Caracas für die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen auf die Straße gegangen. Denken Sie, dass dieses Ziel in Venezuela erreichbar ist?

Ich glaube nicht, dass eine Aufhebung des Verbots von Schwangerschaftsabbrüchen kurzfristig möglich ist. Trotzdem muss sie eine zentrale Forderung des Feminismus bleiben. Doch in der gegenwärtigen Krise, die wir auch im Gesundheitsbereich in Venezuela erleben, in der Frauen in den Geburtskliniken keine qualitativ hochwertige Betreuung mehr erhalten, ist dies wohl nicht der ideale Zeitpunkt. Zudem ist Venezuela ein stark vom Machismo geprägtes Land, und die feministische Bewegung ist nicht sehr gut organisiert. Möglicherweise können wir die Legalisierung langfristig erreichen, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Warum sind Abtreibungen in Venezuela ...

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