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02.07.2018 / Politisches Buch / Seite 15

In Richtung Ausnahmestaat

Ein Sammelband versucht, Arbeiten von Nicos Poulantzas für heutige Klassenanalysen fruchtbar zu machen

Jan Frey

Es ist auch schon wieder 16 Jahre her, dass das Hauptwerk des griechisch-französischen Marxisten Nicos Poulantzas (1936–1979) das letzte Mal auf Deutsch erschien. Diese Wiederauflage löste eine erneute Auseinandersetzung mit dem Werk des Politikwissenschaftlers aus, die wiederum eine Reihe von Veröffentlichungen hervorbrachte. So sind im VSA-Verlag zwei Sammelbände zu Poulantzas erschienen. Während sich »Poulantzas lesen« (2006) darauf konzentrierte, Konzepte und Begriffe zu klären sowie theoretische Leerstellen aufzuzeigen, setzt der Sammelband »Mit Poulantzas arbeiten« einen anderen Schwerpunkt. Hier wird, wie schon der Titel nahelegt, versucht, diese Konzepte praktisch anzuwenden und die sich daraus ergebenden Probleme zu diskutieren.

Dieses Vorhaben gelingt allerdings nur in Teilen. So finden sich auf den ersten etwa 150 Seiten Beiträge, die überwiegend darauf verweisen, dass die »praktische« Arbeit mit Poulantzas immer noch rar ist. Gleich drei Beitr...

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