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27.06.2018 / Antifa / Seite 15

Bizim Heimat

Solidarische Strukturen entstehen nicht, wo niemand bleiben will. Kommentar

Claudia Wangerin

Es war sicher gut gemeint. Da wollten Intellektuelle, die sich zum »dissidenten Drittel« zählen, eine Brandmauer gegen Nationalismus errichten und sich an die Seite Geflüchteter stellen, die in Deutschland eine neue – nein, bloß nicht das H-Wort – suchen. Aber es reichte nicht, auf das häufig missbrauchte Wort zu verzichten, es sollte auch gleich hinter die Brandmauer verbannt werden. »Solidarität statt Heimat« steht über dem Aufruf gegen Rassismus, Nationalismus und Abschottung, den das Institut Solidarische Moderne (ISM), die Hilfsorganisation Medico International und das Netzwerk für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung, Kritnet, vergangene Woche veröffentlicht haben.

Heimat ist demnach ein Synonym für Ausgrenzung im und durch den Nationalstaat; für das durch Abstammung, Blut und Boden definierte »Vaterland«. Etwa so wollen es die AfD, das Innen- und »Heimatministerium« in CSU-Hand und der rechte Mob auch verstanden wissen. So verstehen es ab...

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