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27.06.2018 / Ausland / Seite 7

»Weiße Insel in Europa«

Ungarn: Neofaschistische Partei Jobbik spaltet sich. Bewegung »Unsere Heimat« will radikaler sein

Matthias István Köhler

Die Nachfrage ist groß: Ungarn bekommt in Kürze eine neue neofaschistische Partei. Seit den Parlamentswahlen im April diesen Jahres hatte es Gerüchte um eine mögliche Spaltung von Jobbik gegeben. Die Partei hatte es zwar wieder geschafft, zweitstärkste Kraft zu werden, ein Teil der Mitglieder war mit dem Abschneiden dennoch unzufrieden. Sie warfen der Parteiführung vor, sie habe sich dem »linksliberalen« Lager angebiedert. Verantwortlich gemacht wurde der ehemalige Vorsitzende Gábor Vona und sein seit 2013 geführter »Volkspartei-Kurs«.

Am Wochenende verkündeten nun der ehemalige stellvertretende Vorsitzende László Toroczkai und einige seiner Mitstreiter in der Stadt Ásotthalom die Gründung der Bewegung »Unsere Heimat«. Bis zum 20. August, dem ungarischen Nationalfeiertag, soll ein Parteiprogramm ausgearbeitet werden. Der Plan ist, im nächsten Jahr auch bei den Europaparlamentswahlen anzutreten.

Zunächst hatte Toroczkai noch eine Plattform innerhalb Jobbik...

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