27.06.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

»Das Kartenhaus ist in sich zusammengefallen«

Eine abgesagte Hauptversammlung in Oberndorf, ein historischer Prozess in Stuttgart: Die Waffenschmiede Heckler & Koch steht im Fokus von Rüstungsgegnern. Ein Gespräch mit Jürgen Grässlin

Jan Greve

Jürgen Grässlin ist Vorsitzender des Rüstungsinformationsbüros und Sprecher der Kampagne »Aktion Aufschrei! Stoppt den Waffenhandel«

Am Dienstag wollte der Rüstungshersteller Heckler & Koch (H&K) seine Hauptversammlung in Oberndorf am Neckar abhalten. Am vergangenen Freitag hieß es dann, sie sei abgesagt – wegen der »unerwartet hohen Anmeldezahl«, wie der Vorstand mitteilte. Einen neuen Termin gibt es bislang nicht. Sie wollten als Mitglied der »Kritischen Aktionäre« ebenfalls teilnehmen. Die kurzfristige Absage hat Sie vermutlich überrascht?

Die Nachricht hat uns kalt erwischt. Offensichtlich stimmt da im Hause H&K eine ganze Menge nicht. Um es auf den Punkt zu bringen: Der Konzern ist seit Jahrzehnten perfekt aufgestellt, wenn es um die weltweite Belieferung von Kriegswaffen an Diktatoren und autoritäre Regime geht. In den Empfängerländern wird mit den H&K-Waffen die eigene Bevölkerung unterdrückt, werden schwere Menschenrechtsverle...

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