27.06.2018 / Titel / Seite 1

Gelebte Abwehr

In Österreich proben 700 Polizisten und Soldaten den Grenzschutz. Schiff mit 230 Flüchtlingen an Bord darf nach langem Warten in Malta anlegen

Jana Frielinghaus

In Deutschland und Europa sei eine große Mehrheit für eine »freundliche Wortwahl« bei gleichzeitiger Härte in der Flüchtlingspolitik. Das konstatierte der Historiker Götz Aly am Dienstag in seiner Kolumne für die Berliner Zeitung. Auf Österreich dürfte diese Einschätzung nicht ganz zutreffen. Dort setzt man auch verbal auf brachiale Machtdemonstrationen. Am Dienstag morgen hielten Militär und Polizei der Alpenrepublik an der Grenze zu Slowenien ein gemeinsames Großmanöver zur Abwehr von Flüchtlingen ab. Auch das, was derzeit von Mittelmeeranrainerstaaten exekutiert wird, steht eher für explizite Härte. Wieder musste mit der »Lifeline« ein Rettungsschiff fünf Tage lang in Küstengewässern ausharren – bis es am Dienstag hieß, es dürfe in einem Hafen von Malta anlegen. An Bord des nur 30 Meter langen Schiffes waren 234 Geflüchtete.

Das Manöver von Österreichs Polizei und Armee fand in Spielfeld in der Südsteiermark statt. Seit der »Schließung« der Balkanro...

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