26.06.2018 / Ausland / Seite 6

An ein Tabu gerührt

Sri Lanka: Ehemalige Kämpfer der LTTE bleiben geächtet

Thomas Berger

Sri Lankas Minister für Rehabilitation, Wiederansiedlung und religiöse Angelegenheiten, Deva Manoharan Swaminathan, hätte wissen müssen, an welches Tabu er da rührte. In einem kurzen Satz einer umfangreicheren Kabinettsvorlage regte er an, auch ehemalige Kämpfer der »Befreiungstiger von Tamil ­Eelam« (LTTE) und deren Angehörige in Kompensationszahlungen und Rehabilitationsmaßnahmen einzubeziehen. Bei seinen Kabinettskollegen stieß er damit sofort auf Ablehnung, und auch Präsident Maithripala Sirisena wischte den Vorschlag ohne jede Debatte vom Tisch.

Im Mai 2009 hatte die Armee Sri Lankas eine finale Offensive gegen die LTTE gestartet, die noch einmal den höchsten Blutzoll des 25 Jahre dauernden Bürgerkriegs forderte. Auch die Vereinten Nationen haben in diesem Zusammenhang den damals Verantwortlichen schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Allerdings war es dem Militär mit seinem Vorgehen gelungen, die »Befreiungstiger« zu ze...

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