Schwarzer Kanal
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26.06.2018 / Feuilleton / Seite 10

Fuchsforschung

Helmut Höge

Als der Verhaltensforscher Günter Tembrock ab 1948 im Berliner Naturkundemuseum sein Institut für Tierpsychologie aufbaute, das erste in Deutschland, gab es dort ein »Fuchszimmer« und ein Fuchsgehege. Die Nachbarn beschwerten sich über den Lärm, den die Tiere vor allem nachts machten. Aber für Tembrock, den Chorsänger und »Freund der Füchse«, war das Musik: Bei seinen Untersuchungen des Sozialverhaltens unterschied er 40 Fuchslaute.

In Tembrocks Büro hing ein von ihm gemaltes Porträt der Füchsin »Fiffi«. Bis Mitte der 60er Jahre galt er als weltweit anerkannter Experte für Bioakustik, hielt entsprechende Vorlesungen und veröffentlichte ein Lehrbuch. Dann überholten ihn die Amis mit neuer Abhörtechnik.

Heute ist Susanne Schötz, Phonetikerin an der Universität Lund, eine anerkannte Bioakustikerin. Sie erforscht vor allem die Laute von Katzen. Wie der 2011 verstorbene Tembrock hält die schwedische Katzenliebhaberin ein Zusammenleben von Forscher und Versuchs...

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