23.06.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Missglückter Kapitalexport

Die Krise nach dem Maidan-Putsch hat den Markt zerstört. In der Ukraine stehen so manche deutsche Investitonsvorhaben auf der Kippe

Reinhard Lauterbach

Im Westen der Ukraine, bei Uschgorod in Sichtweite der Grenze zur Slowakei, steht eine moderne Fabrik. Sie gehört der Eurocar AG, einem nachgeordneten Unternehmen des VW-Konzerns bzw. seiner tschechischen Tochter Skoda. Mit einem Gleisanschluss in europäischer Normalspurweite an das westliche Nachbarland angebunden, steht sie gleichwohl jedoch praktisch still. Nicht nur die politische, auch die wirtschaftliche Situation hat das Projekt ausgebremst.

Als Eurocar 2002 dort investierte, war geplant, den ukrainischen Automarkt mit Skoda-Fahrzeugen zu beliefern, die zu örtlichen Löhnen montiert würden. Auf 50.000 Autos jährlich war die Kapazität der Fabrik berechnet. 1.500 Leute arbeiteten dort in den Nullerjahren und vor der politischen Krise. Heute ist die Zahl der Beschäftigten auf 250 geschrumpft, die fast ausschließlich damit beschäftigt sind, die Hallen instand zu halten. Im April 2018 wurden genau 615 Fahrzeuge produziert. Nach Angaben des Verbandes der ...

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