23.06.2018 / Inland / Seite 5

Amt hortet Milliarden

Rücklagen der Arbeitsagentur aus Beiträgen Erwerbstätiger wachsen und wachsen. Bei Versicherten kommt zugleich immer weniger an

Susan Bonath

Weniger Leistungsbezieher, mehr Sperrzeiten und ein wachsendes Finanzpolster: Immer mehr Geld aus der Arbeitslosenversicherung fließt in den Verwaltungsapparat der Bundesagentur für Arbeit (BA) und deren Rücklagen, statt den Erwerbslosen zugute zu kommen. Nach knapp sechs Milliarden Euro im abgelaufenen Jahr erwartet die Behörde für 2018 erneut hohe Überschüsse von rund 5,3 Milliarden Euro. Das prognostizierte BA-Vorstandschef Detlef Scheele (SPD) am Donnerstag bei einer Veranstaltung im nordbayrischen Lauf, wie die Nürnberger Nachrichten berichteten. Damit stiege die angehäufte Summe von 17,2 auf 22,5 Milliarden Euro.

Dadurch, so Scheele, »hätten wir am Jahresende die Rücklage, die uns das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung empfiehlt«. Das hauseigene Institut hatte der BA eine Reserve von 0,65 Prozent des Bruttoinlandsprodukts empfohlen, was derzeit etwa 20 Milliarden Euro entspricht. Dieses Finanzpolster benötige sie, um für den Fall einer W...

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