23.06.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Augen zu und durch

Zwei Jahre nach dem Referendum über den Austritt Großbritanniens aus der EU sind viele Fragen offen

Christian Bunke, Manchester

Es ist wieder Fußball-WM und die Fans der englischen Nationalmannschaft haben somit Gelegenheit, »Rule Britannia« zu singen. Der Ursprung dieses Liedes liegt Jahrhunderte zurück, als das Land tatsächlich ein weltumspannendes Imperium war. Das ist spätestens seit Ende des Zweiten Weltkrieges vorbei. Damals konnten die USA diese Rolle übernehmen. Die britische Wirtschaft hat sich davon nie mehr erholt. Die Entfesselung des britischen Bankenwesens und die Einführung des thatcheristischen Neoliberalismus in den 1980er Jahren waren Bestandteile des Versuches, diese Krise zu lösen.

Es hat nicht funktioniert. Am 23. Juni 2016, vor genau zwei Jahren, entschied sich eine Mehrheit der britischen Bevölkerung für den Austritt aus der Europäischen Union. Dieses Votum war einerseits Ausdruck einer tiefsitzenden Unzufriedenheit mit den britischen Verhältnissen, die von Armut, Unsicherheit und den Auswirkungen jahrzehntelanger Zerstörung öffentlicher Dienstleistungen gep...

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