23.06.2018 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Leben und Sterben für die Utopie

Peter Weiss und die »Ästhetik des Widerstands«

Enno Stahl

Vom 7. bis zum 9. Juni diskutierten Schriftsteller, Gewerkschafter und Gesellschaftswissenschaftler im Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt in Dortmund über die »Literatur in der neuen Klassengesellschaft«. Es handelte sich um die vierte Veranstaltung der 2015 begonnenen Reihe »Richtige Literatur im Falschen«. Wir dokumentieren den Vortrag der Schriftstellers Enno Stahl. (jW)

Vielleicht ist es aussichtslos, im schmalen Zeitfenster eines Kurzvortrags Peter Weiss’ Monumentalroman »Die Ästhetik des Widerstands« behandeln zu wollen. Ich wage es dennoch, da es mir hier um ein sehr spezielles Wahrnehmungsdispositiv zu tun ist, nämlich um die historisch-politische Dimension der Gesellschaftsanalyse in dem Roman – auch dies kann selbstredend nur sehr kursorisch behandelt werden. Wobei man sagen muss, dass Peter Weiss oder sein erzählerisches Ich im Roman sich nicht allzu sehr mit der Bourgeoisie oder dem Faschismus aufhalten, um etwa ein ...

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