21.06.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Ins eigene Knie geschossen

Trumps ausufernder Handelskrieg gegen China löst Bumerangeffekte aus. Beijings Gegenmaßnahmen greifen

Jörg Kronauer

Manchmal helfen schon einfache Weisheiten weiter. Wenn man in die Schlacht ziehe, konstatierte David Fickling, ein Kolumnist der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg, am Dienstag, dann sei man gut beraten, sicherzustellen, »dass die Kosten, die man dem Feind auferlegt, größer sind als diejenigen, die die Heimatfront tragen muss«. Diese schlichte Erkenntnis habe schon vor 2.500 Jahren der chinesische Militärstratege Sunzi in seiner berühmten Schrift »Die Kunst des Krieges« notiert. US-Präsident Donald Trump scheine das Werk leider nicht zu kennen.

Trump eskaliert seinen Handelskrieg gegen China in hohem Tempo. Erst die Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte, dann, wie am vergangenen Freitag verkündet, weitere Strafzölle auf Güter aus der Volksrepublik im Wert von 50 Milliarden US-Dollar. Und wenn Beijing sich wehren sollte, so hat der US-Präsident am Montag gedroht, dann werde er eben noch weitere chinesische Einfuhren mit einem Gesamtwert von 200 Mi...

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