20.06.2018 / Ausland / Seite 6

Knüppel gegen Nazis

Kiew: Polizei schützt erstmals LGBT-Demo. Bei Pogromen gegen Roma schaut sie weg

Reinhard Lauterbach

Am vergangenen Wochenende hat in Kiew der inzwischen schon traditionelle ­»Pride«-Marsch der LGBT-Community stattgefunden. Einige tausend Lesben, Schwule, Angehörige anderer sexueller Minderheiten und ihre Unterstützer marschierten durch die Innenstadt, um Gleichberechtigung zu fordern. Die Kundgebung verlief hinter dichten Polizeikordons. Und erstmals war etwas Neues zu beobachten: Einige hundert Nazis von der ukrainischen Gruppe »C 14« scheiterten mit dem Versuch, den LGBT-Marsch zu blockieren und die Teilnehmer anzugreifen. Die Polizei hatte Order bekommen, die Demonstration vor Störungen zu schützen. 57 Rechte wurden festgenommen, kamen aber schon am Abend wieder frei. Unüblicherweise auch diejenigen, denen tätliche Angriffe auf Polizisten – fünf von ihnen wurden bei dem Einsatz verletzt – vorgeworfen wurden.

Das Vorgehen der ukrainischen Polizei gegen die Leute von »C 14« war die Reaktion auf Druck der westlichen Geldgeber und Protektoren der Ukraine...

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