19.06.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Gegenwind für Spahn

Bundesgesundheitsminister kümmert sich eifrig um Flügelkämpfe, nicht aber um seinen Fachbereich. Pflegekräfte rufen zu Protesten auf

Markus Bernhardt

Es sollte ein genialer Schachzug der Bundeskanzlerin sein, ihren Parteikontrahenten Jens Spahn mit dem Posten des Gesundheitsministers zu versorgen. Die Chance, den zum rechten CDU-Flügel gehörenden Politiker in die Regierungsarbeit einzubinden und ihm so die Möglichkeit zu nehmen, sich regelmäßig als krawalliger Kritiker in Szene zu setzen, wollte Angela Merkel (CDU) nutzen. Funktioniert hat dies bisher jedoch nicht. Noch immer weiß Spahn zu allem etwas zu sagen. Ob Stimmungsmache gegen Flüchtlinge und Migranten, pauschales Islambashing oder ignorante Äußerungen über Hartz-IV-Bezieher, Spahn ist nach wie vor ganz vorn dabei. Warten kann die bundesdeutsche Öffentlichkeit hingegen darauf, dass der CDU-Mann, der zumindest offiziell den Titel Gesundheitsminister trägt, sich den drängenden Problemen annimmt, die in seine Zuständigkeit fallen. Schätzungen zufolge fehlen in deutschen Krankenhäusern mittlerweile weit über 100.000 Pflegekräfte, in der Altenpflege...

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