18.06.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

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Offizielle Äußerungen zum Donbass-Konflikt lassen eine Festigung des russischen Standpunkts erkennen

Reinhard Lauterbach

Es ist die offizielle Strategie der USA und der Alptraum der Verantwortlichen in den »Volksrepubliken« des Donbass: dass Russland seine Unterstützung der Republiken früher oder später einstellen oder herunterfahren werde, weil ihm die politischen und wirtschaftlichen Kosten dafür zu hoch würden. Und dass diese Repu­bliken dann der Ukraine in den Schoß fielen wie reife Äpfel.

Doch aktuelle Äußerungen von Wladimir Putin gehen eher in die entgegengesetzte Richtung: In seiner kürzlichen Call-in-Sendung »Direkter Draht« nach der Ukraine gefragt, nutzte er als Vorlage seines Statements eine »Frage« des Schriftstellers Sachar Prilepin, nach eigener Aussage »Berater des Donezker Republikchefs Alexander Sachar­tschenko und Offizier der Armee der VRD«. Putins Aussage ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: Er hoffe, dass es nicht zu ukrainischen Provokationen komme, aber wenn sich Kiew dazu verleiten lasse, die Volksrepubliken anzugreifen, werde das »zu s...

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