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18.06.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Krieg und Nervenkrieg

Ukraine: Die Truppen der Donbass-»Volksrepubliken« haben offenbar eine schleichende Offensive Kiews zurückgeschlagen

Reinhard Lauterbach

Auf den ersten Blick sind die Meldungen beruhigend: Die Zahl der Verletzungen des Waffenstillstands im Donbass sei in den letzten Tagen zurückgegangen, melden sowohl die offizielle Agentur der »Volksrepublik Donezk« (VRD) als auch die OSZE-Beobachtergruppe. Ganz ruhig ist es gleichwohl nicht. Erst am Samstag wurde eine 80jährige Bewohnerin der Ortschaft Sajzewo bei Gorliwka bei der Gartenarbeit gezielt beschossen und erlitt Splitterverletzungen. Später beschoss die ukrainische Armee den Bahnhof von Jasinowataja, verursachte aber nur einen Grasbrand. Die Medien der Volksrepubliken Donezk und Lugansk sind in der Zwischenzeit dazu übergegangen, alle diese Zwischenfälle unter Namensnennung des zuständigen ukrainischen Kommandeurs zu nennen. Subtext: Du kommst nicht ungestraft davon.

Noch vor wenigen Tagen hatten die Meldungen ganz anders geklungen. Da war von einem ständigen offensiven Druck der ukrainischen Truppen die Rede gewesen. Vor allem nördlich und...

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