16.06.2018 / Ausland / Seite 6

Moskau hält sich bedeckt

Zurückhaltend bis skeptisch: Die russischen Reaktionen auf den Gipfel von Donald Trump und Kim Jong Un in Singapur

Reinhard Lauterbach

Russland ist von dem Gipfeltreffen zwischen den Staatschefs der USA und der Demokratischen Volksrepublik Koreas (DVRK), Donald Trump und Kim Jong Un, offenbar kalt erwischt worden. Entsprechend zurückhaltend waren die Reaktionen der ersten Tage. Präsident Wladimir Putin sagte am Donnerstag, die Einigung sei nur der erste Schritt zu einer umfassenden Regelung des koreanischen Problems. Es gebe nun die Perspektive einer politisch-diplomatischen Lösung, für die Russland immer eingetreten sei.

Im Rang niedriger stehende Politiker wie der stellvertretende Vorsitzende des Föderationsrates, Iljas Umachanow, waren in ihrer Kritik deutlicher: Pjöngjang habe die USA in Zugzwang gebracht. Nur wenn sie ihre »imperialen Großmachttöne« unterließen, sei denkbar, dass der Gipfel positive Ergebnisse haben werde. Noch skeptischer äußerte sich in einem Radiointerview der Chef des mit Ostasien befassten »Ho-Chi-Minh-Instituts« in St. Petersburg, Wladimir Kolotow: Nordkorea h...

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