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15.06.2018 / Feuilleton / Seite 8

»Über Verletzungen der Bürgerrechte aufklären«

Am Sonntag wird in Berlin der »Preis für Solidarität und Menschenwürde« verliehen. Ein Gespräch mit Gert Julius

Peter Schaber

Am Sonntag verleiht Ihr Verein den jährlich vergebenen »Preis für Solidarität und Menschenwürde«. Welche Leistungen zeichnen Sie damit aus?

Wir vergeben diesen Preis an Personen, die sich nach unserer Auffassung aktiv für die Förderung des demokratischen Staatswesens, für Solidarität und den Erhalt der Menschenwürde eingesetzt haben und noch einsetzen.

Einer der Preisträger dieses Jahr ist der stellvertretende Ministerpräsident der DDR a. D., Hans Reichelt. Was war ausschlaggebend für die Wahl?

Hans Reichelt war nicht allein stellvertretender Ministerpräsident, sondern auch Minister für Umweltschutz und Wasserwirtschaft in der DDR. Er hat in einem Staat gewirkt, der nicht nur Profit in den Vordergrund gestellt hat, und sich für Humanität eingesetzt.

Die zweite Preisträgerin ist Gina Pietsch, Brecht-Interpretin und Schauspielerin. Wieso wird sie geehrt?

Frau Pietsch war ja auch Künstlerin in der DDR. Sie wirkte am Berliner Ensemble und engagierte sich in d...

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